7. Die Mauer muß weg! (08 / 2018)

DCIM\100MEDIA

Ausser einer Vielzahl von Obstbäumen lief leider noch eine Betonmauer quer über das Grundstück. Darum hatte ich mir Anfangs eigentlich keine großen Sorgen gemacht, hatte ja noch Elternzeit und war zuhause. Die Mauer stand etwa 40 cm aus dem Boden raus. Guckste doch mal nach wie tief das Ding ist. Ich machte also eine Probeschachtung… und schachtete.. und schachtete .. und schachtete… das gibts doch gar nicht. 80 cm tief im Erdreich war das Ding. Das nennt man glaube ich permafrostsicher. Ich hatte also massiven Beton in den Abmessungen von 120 cm x 20 cm auf 20 m Länge dort wo das Haus stehen sollte. Was nun?

10 kg Dynamit verteilt auf 20 Sprengladungen könnten das Problem lösen, würde aber eine Vielzahl von weiteren Unannehmlichkeiten nach sich ziehen. Es gibt so etwas allerdings auch geräuschlos mit weniger Rumms. Da macht man dann Bohrungen in den Beton worin eine reaktive Substanz verbracht wird. Diese reagiert, dehnt sich aus und reisst den Beton auseinander. Die Kosten dafür ließen mich davon Abstand nehmen, ausserdem hätte ich dann immer noch tonnenschwere Betonblöcke die ich nicht wegbekomme.

Also weghämmern. Ich holte meinen Boschhammer heraus um mal zu probieren was geht (….ja,,,,ich weiss, ich wollts aber zumindest probiert haben). Hab ihn dann gleich wieder eingepackt. Mit Kleckern kam ich hier nicht weiter. Am besten ein schwerer Abbruchhammer mit großem Kompressor müsste es sein. Klar, kann man mieten aber ich bräuchte die Mietgeräte für mindestens 1-2 Wochen… da kann ich ja gleich ein Unternehmen beauftragen. Etwas anderes muß her. Ein Minibagger mit Abbruchmeißel wär doch was. Kostet entsprechend, kann ich aber mit meinem Auto nicht auf einem Anhänger ziehen und wie soll ich in die Tiefe von 80 cm kommen ohne dass einer immer gleich den Schutt wegräumt? Und wie lange soll das dauern? Da wäre ich kostenmäßig wieder bei einem externen Unternehmen.

Schaun mer mal bei Amazon. Ein elektrischer Abbruchhammer mit besten Bewertungen könnte doch funktionieren… kannste ja wieder zurücksenden wenn nicht. Gesagt getan, und… das Ding ist Spitze! Hat nen ordentlichen Rumms und ich krieg den Beton klein. Hauptsache er hält durch… und ich auch.
Also, für einen Tag einen Minibagger gemietet und neben der Mauer einen 1,20 m tiefen Graben gezogen in dem ich stehen kann. Die Vorgehensweise war dann wie folgt:

– Auf der Mauer stehen und diese von oben kleinhämmern, der Schutt fällt in den Graben. 
– Nach einiger Hämmerzeit in den Graben springen und mit der Hand den Schutt rausholen.
– Wieder raus aus dem Graben und den Schutt auf die Schubkarre laden.
– Schubkarre zu dem Container fahren und den Schutt per Hand in den Container werfen,

Springe wieder an Anfang und mache diese Schleife bis Mauer weg oder Mann und Maschine kaputt.

 Alles klar?

Mit Unterbrechungen hat das Ganze dann doch einige Wochen gedauert, die Tage in denen ich mich abends nicht mehr so richtig bewegen konnte eingeschlossen. Mein Gang war zu dieser Zeit auch nicht gerade geschmeidig. Aber: yepp, ich hab´s geschafft. Tata! Der Hammer und mein Kreuz haben durchgehalten. … den Spott meiner Mitmenschen lasse ich hier mal weg.

Die Obstbäume waren dagegen Nebensache und beim Wiederverfüllen des Grabens stellt man doch fest wieviel so ein Minibagger doch eigentlich schafft wenn man das dann mit der Schaufel wieder zurückverbringen muß. Dumm nur, dass ich mir das Verfüllen eigentlich hätte sparen können… dazu später mehr.

==> §§ Kosten: Absteckung. Jetzt kommt eigentlich das Abstecken das Hauses durch einen Vermesser. Hier fallen Kosten an, ein guter Freund von mir hat allerdings ein Vermessungsbüro….

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